Aktuelles

Gen-Analyse Uni Göttingen

Wie schon im letzten Jahr werden auch 2016 Genproben von Rotwild in unserer HG gesammelt. Diese werden von den Universität Göttingen zusammen mit Proben aus allen RW-Gebieten in Deutschland ausgewertet um einen genetischen "Fingerabdruck" zu erstellen. Daraus soll auf Wanderbewegungen und die Verinselung von Rotwildvorkommen geschlossen werden.

Für unsere HG haben die Pleßreviere des Bundesforstes Proben bereit gestellt.

Die Datengrundlage in Hessen konnte durch Daten von Hermann Willems ("Inzucht beim hessischen Rotwild") ergänzt werden. Damit soll die Studie, die auch für unser Rotwildgebiet relevant ist, bis Ende 2020 vorliegen.

 

(Quelle: Katharina Westenkemper)

"Bad Driburger Erklärung" 9. Rotwildsymposium

Rotwildstrecke Thüringen

(Quelle: LJV Thüringen e.V.)

Aufwandsentschädigung für Schwarzwildbejagung

Entwurf zum LJGesTh v. 19.03.2019 und inoffizille Endfassung v. 16.10.19

(Quelle: LJV-Thüringen)

inoffizelle Lesefassung:

Sichtbares Wild durch störungsarme Jagd

Sehenswertes Video der österreichischen Bundesforsten auf YouTube:

Umstrittene Nachtsichttechnik

Bericht des BR vom 20.04.2018  auf YouTube

                     

In Bayern ist es seit letztem Jahr möglich im Rahmen der ASP-Prävention

in Revieren mit „Schwarzwild-Problem“ Nachtsichtvorsatzgeräte für die

Zielfernrohre auf Antrag zu beschaffen und zu nutzen. Eine Genehmigung

ist auf 3 Jahre befristet. Die Strecken steigen momentan, aber auch die

Probleme bei den Jägern, die diese Technik nicht verwenden. Ein Teufelskreis,

der am Ende keinem dient - außer den Herstellern von Nachtsichttechnik.

Was halten die Deutschen von der Jagd?

– Studien zur Naturerfahrung in der Hightechwelt von Rainer Brämer 

Nachzieltechnik

–  Ein verbotenes Hilfsmittel und ein Schuss am Ziel vorbei –

Bericht zur genetischen Diversität beim hessischen Rotwild

Was bringt ein Schalldämpfer an der Waffe?
(Auszug aus einem Bericht zum Schießlärm – Bundeswehr 2019)

Fazit: Trotz Einsatz eines Schalldämpfers ist bei den untersuchten Kombinationen das

zusätzliche Tragen eines geeigneten persönlichen Gehörschutzes angezeigt.

Die Zeitschrift der „Der österreichische Berufsjäger“ kann kostenfrei

im Internet heruntergeladen werden.
Diese enthält auch für uns Thüringer Jäger oft interessante Artikel.


K.H.

 

 

Am 24.08.19 führte eine Exkursion eine Abordnung der „Jungen Jäger“ im LJV auf dem Übungsplatz der Bundeswehr bei Bad Salzungen.

 

K. Hahner erläuterte das Bejagungskonzept des Bundesforstes.

Naturschutzflächen, Rotwildruhezone und Waldverjüngungen wurden vorgestellt.

 

Der Standortfeldwebel Herr Hebeler stellte das Übungs- und Ausbildungskonzept der Bundeswehr auf dem Übungsgelände und den Schießbahnen vor.

Er  stellte fest, dass eine eng abgestimmte forstliche und jagdliche Nutzung auf einen Schießplatz der Bundeswehr unabdingbar ist um Unfälle zu verhindern.

 

Zum Abschluss fand, bei herrlichem Sommerwetter, ein Besuch auf dem „Plessturm“ statt, mit weiten Ausblicken auf Rhön und Thüringer Wald.

K. Hahner

Neue Studie warnt vor Inzucht bei hessischem Rotwild  

Andreas Kinse, 5. November 2019

Genetikstudie Rotwild

Der Rothirsch ist in Hessen noch zahlreich vertreten. Doch Wildbiologen des Arbeitskreises Wildbiologie der Justus-Liebig-Universität Gießen haben jetzt festgestellt: Es findet kaum ein Austausch zwischen den voneinander getrennten Populationen statt. 2018 wurde in Hessen das erste Tier mit einem verkürzten Unterkiefer entdeckt – einer Missbildung, die bei Inzucht auftritt. „In keiner einzigen Population Hessens reicht die genetische Vielfalt aus, damit sich Cervus elephus in der Zukunft an veränderte Umweltbedingungen anpassen kann“, sagt Prof. Gerald Reiner, Hauptautor der neuen Studie und ergänzt: „Der langfristige Fortbestand unserer größten heimischen Wildtierart steht damit in Frage“.

Genetische Vielfalt als Teil von Biodiversität

Hessen ist eines von mehreren Bundesländern, in denen Rothirsche nur in sogenannten Rotwildbezirken existieren dürfen. Außerhalb dieser Gebiete müssen sie per Gesetz ausgerottet werden. „Sehr viel stärker als Autobahnen oder Eisenbahntrassen zerschneidet damit der Gesetzgeber die hessischen Rotwildlebensräume“ sagt Dr. Andreas Kinser, stellvertretender Leiter Natur- und Artenschutz der Deutschen Wildtier Stiftung, die die Veröffentlichung der hessischen Genetikstudie unterstützt hat. „Die falsche Jagdpolitik trägt Verantwortung für den Rückgang von genetischer Vielfalt, die ein wesentlicher Teil von Biodiversität ist.“

Doch nicht nur Hessen macht den Rothirsch krank. In Baden-Württemberg darf der Rothirsch nur auf vier Prozent der Landesfläche – aufgeteilt in fünf gesetzlich festgelegten Rotwildbezirken – existieren. Um dem Rothirsch eine Stimme zu geben, hat die Deutsche Wildtier Stiftung die erste geröhrte Petition der Welt gestartet. Bereits über 25.000 Natur-und Artenschützer haben auf www.change.org/rothirsch für die Abschaffung von Rotwildbezirken unterzeichnet. „Der Verlust von genetischer Vielfalt ist unumkehrbar“, sagt Andreas Kinser. „Um das Steuer herumzureißen, muss die Politik jetzt endlich die natürlichen Wanderungen des Rothirsches zulassen.“

Download

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Studie „Sicherung der genetischen Vielfalt beim hessischen Rotwild als Beitrag zur Biodiversität“ ist ein Plädoyer für die Wiedervernetzung nicht nur der Rotwildpopulationen durch überregionalen Lebensraumverbund. Zugleich ist sie ein Beitrag zur Sicherung der Biodiversität und nebenbei ein Grundkurs in Populationsgenetik – zum Anfassen und Verstehen.

 

Die Studie zur „Sicherung der genetischen Vielfalt beim hessischen Rotwild als Beitrag zur Biodiversität“ können Sie hier herunterladen:

 

Ausgezeichnetes Projekt: Hirsche als Landschaftspfleger

 

 

 

 

 

 

 

 

Dass auch Rothirsche durch Beweidung zum Erhalt von ökologisch wertvollen Offenlandschaften beitragen können, verdeutlicht ein Projekt auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Das Projekt „Rothirsche als Landschaftspfleger“ wurde jetzt mit dem Preis der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

 

Der 23.000 Hektar große Truppenübungsplatz Grafenwöhr nordöstlich von Nürnberg gehört zu den bundesweit wertvollsten Arealen des europäischen Schutzgebietsnetzes NATURA 2000. Zahlreiche gefährdete und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten sind hier zuhause. Zudem besitzen einige Lebensräume auf dem Gelände gesamteuropäische Bedeutung. Aufgrund eines langfristigen, zielgerichteten Wildtiermanagements nutzt der dortige Rothirschbestand intensiv das vorhandene Offenland. Mit Hilfe des Projektes „Rothirsche als Landschaftspfleger“ konnte gezeigt werden, dass die Rothirschbeweidung maßgeblichen Einfluss auf Vegetationsentwicklung und Biodiversität der Lebensräume hat und gleichzeitig steuerbar ist.

Kombination aus Wissenschaft und Praxis

Naturnahe Offenlandlebensräume zu erhalten ist eine große Herausforderung für den Naturschutz. Als Landschaftspfleger haben sich extensiv gehaltene Nutztiere wie Rinder oder Schafe bewährt, diese können aber nicht überall eingesetzt werden. Mit dem fünfjährigen Projekt „Rothirsche als Landschaftspfleger“ gingen der Bundesforstbetrieb Grafenwöhr und seine Partner ganz neue Wege. Ihr innovativer Ansatz: den Rothirschbestand in den Offenlandbereichen zu konzentrieren und die Jagd dort auf wenige Tage im Jahr zu minimieren. In dem Projekt wurde überprüft, welchen Einfluss dies auf die Vegetationsentwicklung und die Biodiversität hat. Dazu statteten die Bundesförster 44 Rothirsche mit GPS-Sendehalsbändern aus. Das Ergebnis: Die Rothirschbeweidung auf dem Übungsplatz bewirkt den Erhalt von ökologisch wertvollen Offenlandlebensräumen und ist gleichzeitig Wegbereiter zahlreicher streng geschützter und gefährdeter Arten. Die Kombination von wissenschaftlich fundierten Belegen und dem Anwendungsbeispiel Grafenwöhr hat damit gezeigt, dass wildlebende Rothirsche einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt bedrohter Offenlandlebensräume leisten können.

Der im August 2019 erschienene Tagungsband der Deutschen Wildtier Stiftung zur tierschutzgerechten Rotwildreduktion enthält mehrere Beiträge aus dem Projekt „Rothirsche als Landschaftspfleger“.

 

21. Oktober 2019

Andreas Kinser/Deutsche Wildtierstiftung

Anmerkung:

Ab diesem Jahr unterstützt, auf Vorstandsbeschluss, unsere HG die Deutsche Wildtierstiftung jährlich mit 100,- Euro.

Ein kleiner Betrag, aber ein Symbol dafür, dass wir die Arbeit der Stiftung für unser Wild sehr schätzen.

K.H.

 

 

Was bedeutet Jagen heute?

 

Sehenswerte Reportage von Prof. Harald Lesch

 „Jagen für den Artenschutz“ - ZDFmediathek

https://www.zdf.de › Wissen › Leschs Kosmos

 

 

Änderungen im Waffenrecht

 

 

 

 

 

Positionspapier des DJV zu Wald und Klimawandel

Sie können sehen, wir sind nicht allein in unserer Forderung nach einem zeitgemäßen Wildmanagement.

Unser Wild ist Teil des Ökosystems Wald.

K. H.

 

 

 

 

Artikel "Zum Abschuss freigegeben?"

 

 

Broschüre "Lösungsansätze im Forst-Jagd-Konflikt"

 

Einem erfahrenen Rotwildjäger ist es passiert.

Falsch angesprochen und vor einem Staatsanwalt gelandet.

Daher Finger gerade lassen, wenn man sich nicht sicher ist.

K.H.

 

 

ASP-Prävention SM

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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