Altersschätzung Rothirsch

Mutterschutz beim Rotwild

Bleifreie Geschosse

Das Thema wird immer noch heiß diskutiert.

Fakt ist, es gibt praxistaugliche Geschosse ohne Blei.

Grundsätzlich sind zwei Geschoßtypen zu unterscheiden:

  • Teilzerleger und 

  • Deformationsgeschosse.

Teilzerleger funktionieren wie leichte, konventionelle H-Mantel-Geschosse. 

Deformationsgeschosse sind monolitisch aufgebaut. Diese bestehen aus Kupfer oder Kupferlegierungen.

Während der Teilzerleger nach Eindringen rasch Splitter und Energie abgibt, braucht das Deformationsgeschoß, je nach Material und Aufbau, länger.

Um gut zu wirken brauchen die Deformationsgeschosse, eine gewisse Auftreffgeschwindigkeit (> 700 m/s) und eine, dem Kaliber entsprechende Härte des Zielmediums.

Teilzerleger geben ihre Energie sehr rasch ab, der Restkörper durchschlägt als kalibergroßer Bolzen das Ziel. 

Daher wirken Teilzerleger u.U. sehr brutal und ergeben bei stärkerem Wild einen kleinen Ausschuß mit wenig Schweiß.

Deformationsgeschosse in langsamen Kalibern geben, je nach Treffersitz, wenig Energie im Wildkörper ab und verursachen damit eventuell weite Nachsuchen.

Wichtig ist daher erprobte Kaliber-Geschoß-Kombinationen zu wählen. Diese sind dann bleihaltigen Geschossen durchaus ebenbürtig.

Eine Hilfe bietet dabei die beiliegende Studie.

Nach Erfahrungen in den Bundesforsten kann ich als universell einsetzbar empfehlen:

  • 30-06 10,9 g TTSX, 10,7 g HIT, 9,7 g ECOStrike, 8,8 g EVO Green*,

  • 7x64/7x65 9,1 g TTSX oder HIT, 8,2g EVO Green*,

  • 270 Win. 8,5 g TTSX (TSX) oder 8,4 g HIT,

  *für weite Schüsse gut/auf Rehwild nicht zu empfehlen

Kaliber wie 9,3x62(74), 8x57I(R)S oder 7x57 (R) können bei weiten Schüssen mit Deformationsgeschossen Probleme bereiten. 

Insbesondere empfehlen kann ich auf Rotwild das 30-06 10,9 g TTSX (für mich z.Zt. die beste Kombination auf Rotwild). Bei Stücken bis 60 kg mit Schüssen auf das Blatt hat es häufig geradezu "umwerfende Wirkung". Insgesamt haben mich die TTSX/TSX-Geschosse in den genannten Kalibern überzeugt, was Wirkung/Wildbretverwertung/Pirschzeichen angeht. Übrigens die Reinigung bei reinen Kupfergeschossen ist kein Problem (Hoppe´s No.9 oder Shooter´s Choise/Bronzebüste/Filz) - allerdings muss man häufiger reinigen.

Wichtig ist natürlich auch die Präzission aus der jeweiligen Waffe. Im Allgemeinen schießen die Barnes TTSX, das RWS HIT, ECOStrike und das EVO Green aber sehr präzise.

K.H.

 

Wir brauchen alte Hirsche

Sehr informativ zu diesem Thema ist der Artikel „Alter ist alles“ (Hirsche auf der Isle of Rum, Teil 2) von Dr. C. Holm aus dem Jägermagazin Nr. 10 Oktober 2018.

K.H.

Der Ideale wegen ....

Die Industrie versucht uns glauben zu machen, dass mit moderner Technik jedes Problem lösbar ist. Auf der Jagd kann ein Übermaß an Technik auch das Gegenteil bewirken. Bejagung mit Hilfe von Restlichtverstärker, künstliche Lichtquellen oder mit Scharfschützengewehren wird uns die Jagd auf Dauer nicht erleichtern, sie wird das Wild lehren die Einstände kaum noch zu verlassen. „Unsichtbares“ Wild und bei geringen Wildbeständen hohe Schäden werden die Folge sein. Und was soll am Ende dieser „Aufrüstungsspirale“ stehen? Das gilt nicht nur für das Schwarzwild, sondern insbesondere für das Rotwild. Die Lösung kann nur eine störungsarme Jagd sein, die auf jägerischem Können und Teamgeist basiert. 

Um Wildbestände nachhaltig zu regulieren haben sich revierübergreifende gut organisierte Drückjagden bewährt. Auch wenn heute die Verkaufszahlen bei Nachtsichtgeräten in die Höhe schnellen sind diese nicht die Lösung sondern zunehmend ein Problem.

Jeder sollte sich fragen, welchen Ideal er nacheifern will, dem der sein Können nur nach erlegter Menge pro Zeiteinheit bemisst, wobei die Art der Erlegung kaum noch eine Rolle spielt oder dem der versucht ein Teil der Natur zu sein, der das Wild achtet und durch nachhalige Jagd erhalten will.

Sehr zu empfehlen zu diesem Thema ist der Artikel "Wegweisend – Der Ideale wegen“ aus dem Jägermagazin Nr. 1 Januar 2019.

K.H.

15 Jahre Leitwildart Rotwild im Bundesforst
 

Seit 2004 wird das Rotwild am Pless nach wildbiologischen Gesichtspunkten bewirtschaftet.
Ein Weg zu einem „wald- und wildgerechten“ Jagen.

 

Informationen zu 15 Jahren Rotwildmanagement am Pless


 

Zonenübersicht nach dem Jagdkonzept von 2004
 

Mehr schießen ... Mehr Rotwild.
- Artikel von Dr. Hubert Zeiler -

Nur abschießen ist nicht die Lösung.

Dr. Zeiler beschreibt, wie man auf wildbiologischer Basis Rotwildbestände nachhaltig reduziert kann.
Er stellt heraus, welchen Einfluss die Frühjahrsjagd auf Schmaltiere hat.

Eine Literaturstudie zur ökologischen Funktion von Rotwild

und anderen wildlebenden Huftieren

Herbst, Kinser & Münchhausen (2016)

 

Quelle: https://www.rothirsch.org/literaturzusammenfassung-zur-oekologischen-funktion-des-rothirsches/